IHR SCHICKSAL VERWALTE ICH

Betreuung kann und darf nur für die Bereiche eingerichtet werden, in denen der Betroffene aufgrund seiner Krankheit oder Behinderung seine Angelegenheiten nicht selbstständig regeln kann.

Typische Bereiche sind Vermögensangelegenheiten, Gesundheitssorge, Umgang mit Behörden, Eine private Regelung hat grundsätzlich Vorrang. Existieren also umfassende Bankvollmachten für einen Dritten, dann ist eine Betreuung insoweit nicht erforderlich. Vermögenssorge kann aber auch weitere Aspekte haben, und es ist auch denkbar, dass der Bevollmächtigte dem Wohl und den Interessen des Vollmachtgebers zuwider handelt.

Die Einrichtung einer Betreuung ändert nichts an der Geschäftsfähigkeit. Solange weder Geschäftsunfähigkeit festgestellt noch ein Einwilligungsvorbehalt angeordnet ist, kann der Betreute über seine Vermögenswerte und sein Konto grundsätzlich frei verfügen. Wer vermögend ist, d.h. mehr als 2.600 € besitzt, muss seine Betreuungskosten selbst zahlen.

Geschäftsunfähigkeit kann z.B. durch ein psychiatrisches Gutachten festgestellt werden. Die Geschäftsfähigkeit kann auch eingeschränkt werden, und zwar dadurch, dass für einen Betreuungsbereich – meist die Vermögenssorge – ein Einwilligungsvorbehalt angeordnet wird. In diesem Fall darf der Betreute ohne Einwilligung seines Betreuers keine Rechtsgeschäfte abschließen, durch die er sich zu irgend etwas verpflichtet. (Also Mietverträge, Zeitschriftenabonnements und ähnliches).

Mit dem Umfang der Betreuung und den Pflichten des Betreuers befasst sich § 1901 BGB. http://dejure.org/gesetze/BGB/1901.html

Im Diskussionsforum zum Thema gesetzliche Betreuung diskutieren ehrenamtliche und Berufsbetreuer, Angehörige und Betreute, teils gemeinsam, teils in geschlossenen Teilbereichen des Forums. http://www.forum-betreuung.de

Sehr informativ ist das Online-Betreuungs-Lexikon von Horst Deinert http://wiki.btprax.de/Hauptseite